Klammspitzüberschreitung

Das Wetter ist das ewige Thema beim Bergsteigen. Besonders in den Monaten Juni und Juli, weil da meist unbeständig und besonders in diesem Jahr. Eine Unwetterwarnung jagt die andere. Deshalb zerlegten die Straubinger Bergsteiger die Tour auf mehrere Teilabschnitte. Bis zur Brunnenkopfhütte, dann wird man weiter sehen. Bis zur Klammspitze, dann wird man weitersehen. Insbesondere ob man sich an den Klammspitzgrat wagt.

Die acht Alpenvereinler parkten das Auto ca. 2 km nach Linderhof am Sägertalparkplatz, dort braucht man keine Gebühr zahlen. Dafür muss man dann entlang der Linder, das flache Stück nach Linderhof gehen. Allzuweit ist es ja nicht.

Das schwierigste war zunächst in Linderhof den richtigen Aufstiegsweg zu finden.    Zu den Brunnenkopfhäusern ging es auf dem ehemaligen Reitweg immer im Schatten des Waldes aufwärts, bis sich weiter oben die Bäume lichteten und die Blicke frei wurden. Dann war man auch schon da, bei der Hütte. Sie ist zwar klein, bietet aber Platz für 36 Übernachtungsgäste.

Die Teilnehmer stiegen nach kurzem Aufenthalt, an der Hütte vorbei, hinauf zum ersten Gipfel. Dem Brunnenkopf 1718 m. Das letzte Stück war steil und ausgesetzt. Ein Drahtseil leitet hinauf zum Gipfelkreuz. Weinig Platz war am Gipfel, so dass sie bald wieder abstiegen. Der Weg war einigermaßen trocken und begehbar. So beschlossen sie weiter zur Großen Klammspitze zu gehen. Zunächst zog es sich noch ziemlich eben dahin, bis man über eine Steilstufe hinauf in das Wintertal mit seinen markanten Felsformationen kam. Immer steiler ging es in dem Kessel aufwärts, dem Gipfelaufbau zu. In leichter Kraxelei ging es immer am Felsen hinauf. Eine schöne Kletterei, nicht schwerer als im ersten Schwierigkeitsgrat.

Der Gipfel der Großen Klammspitze (1924 m.) war etwas größer als der Vorgänger und so liesen sich die Bergsteiger hier zur gemütlichen Brotzeit nieder.

Der weitere Weg ging auf schmalem Steig etwas hinab und zog sich immer am deutlichen Grat entlang. An manchen Stellen mussten einige Felsaufschwünge überklettert werden, die aber auch nicht sehr schwieriger waren. An einer Stelle, die doch etwas ausgesetzter war, half ein Drahtseil weiter. Zuletzt ging es auf einem sehr steilen Wiesenhang hinauf zum langgezogenen Rücken des Feigenkopfs. Die schönen Wiesen und der flache Grat, luden gleich nochmal zur Brotzeit ein.

Gemütlich ging es hinunter zur Hirschwanghütte. Von da ab, wurde es wieder steiler. Durch kniehohes Busch- und Blätterwerk stapften die Teilnehmer die steilen Serpentinen hinunter zum Bäckenalmsattel. Bald traf man auf den Sägertalbach der die müden aber zufriedenen Bergsteiger bis zum Parkplatz hinaus begleitete. 

Sepp Zwinger

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