Skitour zum Lodron 1925 m

Die Kitzbühler Alpen sind „die“ Skiberge in den nördlichen Ostalpen. Traumhafte Hänge, nicht zu steil und ohne Waldgürtel. Deshalb zieht es den Straubinger DAV immer wieder in dieses Gebiet um Skitouren durchzuführen. Ernst Schick hatte deshalb eine Skitour zum Lodron ausgeschrieben. Zugegeben, die Anfahrt ist schon etwas weit, aber kurz ist es für uns nirgends, wenn wir ins Gebirge wollen. Immer wieder finden sich auch ein paar wackere Fahrer, ohne deren Einsatz solche Touren nicht möglich wären. Ein Dank an dieser Stelle an jene.

15 Personen finden sich letztendlich am Parkplatz vor der Mautstelle in der Kelchsau ein. Leider ist der Parkplatz etwas klein, so dass unsere Fahrer ihre Autos an den Rand der Straße quetschen müssen. Normalerweise beginnt die Tour weiter vorne bei der Bushaltestelle. Aber auch hier gibt es eine Brücke über den Bach. Auf der anderen Seite nutzen wir die noch ungespurte Loipe, um an einer geeigneten Stelle in den steilen Wald aufzusteigen. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Almweg und damit die beschriebene Route zum Lodron.

Immer wieder können wir die langen Kurven des Wegs abkürzen, in dem wir quer über die Hänge aufsteigen. Das Wetter ist traumhaft schön und die Sonne lacht uns. Der Schnee ist weder verharscht noch windgepresst. Nein, eine dicke Pulverauflage lässt uns schon auf die Abfahrt freuen. Bei der Hinterdemmelshüttenalm legen wir die erste Trinkpause ein. Den ersten Teil bis hier her, haben wir in einem teilweise flotten Schritt absolviert, so dass wir schon ins schnaufen gekommen sind.

Aber die Hänge sind recht übersichtlich und auch von der Lawinenlage her können wir es uns leisten, jetzt einen Gang zurück zu nehmen. Die ganze Gemeinschaft zieht sich dadurch etwas auseinander, weil jeder seinen eigenen Rhythmus sucht.  Den nächsten Halt legen wir an der oberen Lodronalm ein. Als die Letzten ankommen, gehen die Ersten schon wieder weiter. Allerdings nicht nach dem allseits bekannten Motto: „So seids es a do, dann gehma wieda“. Nein, es war schon abgesprochen, dass die Tourenleiter mit ihren Gruppen entsprechende Pausen einlegen. Leider merkt man, dass es sich eintrüben wird. Es ist kälter und windiger geworden, so dass niemand zu lange rumstehen will.

Der letzte Anstieg hinauf zum Gipfel ist etwas steiler und fordert etwas Geduld. Gerade als man denkt „Ja wo is er denn?“ taucht er auch schon zur Linken auf. Nach knapp dreieinviertel Stunden stehen alle Teilnehmer am Gipfel. Alle ziehen schnell etwas über, sofern sie es noch nicht getan haben. Denn es ist kalt. Etwas Warmes trinken und ein paar Bissen vom Brot. Reicht schon. Die Aussicht lädt auch nicht direkt zum Verweilen ein. Ein bisschen Rundumsicht. Reicht schon. Dann macht jeder ganz konzentriert die geübten Handgriffe. Die Felle müssen runter und ordentlich verstaut werden. Das ist bei dem Wind gar nicht so leicht. Wie Fahnen weht der Wind die Felle herum. Die Bindungen sind wieder arretiert und die Schuhe fest zugeschnallt. Schon geht es den Hang hinunter.

Gleich wird es mit dem Wind wieder besser. Der Schnee ist ein Traum und lässt uns butterweich hinunter schweben. Bei der Hinterdemmelshüttenalm treffen wir uns alle wieder. Die Ersten sitzen schon beim Weißbier. Die Alm ist nämlich bewirtschaftet. Der freundliche Wirt bringt sofort weiteren Nachschub an Getränken und begrüßt jeden Neuankömmling mit seinem Zirbenschnaps. Nachdem wir die Flüssigkeitsspeicher wieder aufgefüllt haben, geht es nahe der Aufstiegsspur wieder hinunter zum Parkplatz.

Um unseren Hunger auch noch zu stillen, fahren wir hinaus nach Nußdorf und kehren dort beim Schneiderwirt ein. Zufrieden mit dem Tag und mit dem ausgeglichenen Kalorienkonto (das Essen ist reichlich und gut) machen wir uns auf die Heimreise. Es war wieder einmal eine schöne Gemeinschaftour der Sektion Straubing. Deshalb ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren und Teilnehmer für das gute Gelingen.

Sepp Zwinger

Zurück