Über Hunde und Hörner in den Loferer Steinbergen

Am 27.08.2017 trafen sich vier Bergsteiger vom Straubinger Alpenverein um den Hochseiler im Hochkönig zu besteigen. Da aber am gleichen Tag der Ironman in Zell am See stattfand und deshalb die Zufahrtsstraße nach Maria Alm gesperrt wurde, musste ein Ersatzziel her. Dieses wurde schnell gefunden und somit fuhr man in die Loferer Steinberge. Dort wollte man über die Schmidt-Zabierow Hütte die beiden Klettersteige „Wilder Hund“ und „Nackter Hund“ auf das Mitterhorn gehen. Geplant war, je nach Wetterlage am Nachmittag, entweder direkt über den Normalweg zur Hütte abzusteigen oder noch das Breithorn über den SW Grat dranzuhängen. Dieser verlangte seilfreies Klettern im II. Grad

Gesagt, getan… Geparkt wurde im Loferer Hochtal, wo man den Anstieg zur Schmidt-Zabierow Hütte anging. Nach gut 2h konnte man auf der Hütten Terrasse eine kurze Pause machen, ehe sich die vier aufmachten die Wehrgrube zu durchqueren, um zum Einstieg des Wilden Hund Klettersteigs zu kommen. Dieser Klettersteig hatte es in sich. Der mit „D“ bewertete Klettersteig hatte sehr steile und sogar leicht überhängende, kraftige Passagen. Ohne eine gewisse Kletterfähigkeit wäre man hier falsch. Nach einer Stunde stand man am Ausstieg auf dem Grat und am Einstieg des Klettersteig Klassikers schlecht hin…Dem Nackten Hund Klettersteig. Dieser führt genussreich über Bänder und kleine Steilaufschwünge abwechslungsreich auf das Mitterhorn. Dort konnte man sich zum ersten Gipfel gratulieren und die tolle Aussicht bewundern. Nach einer kleinen Brotzeit ging es an den Abstieg zum Waidringer Nieder, der Scharte zwischen Mitterhorn und Breithorn. Dort beschloss man, da das Wetter noch herhalten würde und weil 1750hm noch nicht reichten, das Breithorn über den SW Grat zu besteigen. Dieser Anstieg ist ohne Markierung und nur spärlich mit Steinmännern und Steinfrauen gekennzeichnet. Noch einmal ein schönes Bergsteiger Schmankerl mit Kletterstellen bis II der UIAA Skala am Schluss der Runde. Nach erfolgreicher Besteigung des Breithorns ging es dem Normalweg folgend Richtung Hütte. Dort ließ man sich das Weißbier verdientermaßen schmecken. Nach einer ausgiebigen Rast, stieg man Richtung Loferer Hochtal und Parkplatz ab.

Trotz der spontanen Zieländerung war es eine gelungene Tour und ein toller Tag. Auch das vorhergesagte Gewitter blieb aus.

Jupp Berglehner

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