Von Drachselsried über Schareben auf den Hochstein - Eine Schneeschuhtour

Letztes Jahr organisierten Diana Veitenhansl und Kalle Nachreiner ihre erste DAV-Schneeschuhtour zum kleinen Arber. Es war damals eine wunderbare und gut organisierte Tour.

Umso gespannter waren die Teilnehmer, ob sie die Tour dieses Jahr noch toppen könnten. Die Wetterentwicklung lies bis eine Woche vorher nicht darauf schließen. Doch, was soll man sagen, es fiel ein paar Tage zuvor reichlich Schnee vom Himmel. Selbst am Tourentag schneite es noch kräftig, so dass es wirklich eine Schneeschuhtour werden würde.

24 Sektionsmitglieder fanden sich kurz vor halb zehn in Drachselsried bei der Kirche ein. Es hatte so viel geschneit, dass wir gleich im Ort mit den Schneeschuhen losgehen konnten. Zunächst ging es noch auf Forstwegen in Zweierreihen durch den schönen Winterwald. Später wurde der Schnee so hoch, dass wir nur noch in einer langen Kolonne marschierten. Voraus Kalle, der fast die ganze Spurarbeit alleine bewältigte. An Ablöseangeboten fehlte es nicht. Aber er ließ es sich nicht nehmen, als erster die Spur in den frischen Neuschnee zu treten. Die letzten hatten dann natürlich eine schöne „Autobahn“, in der sie leicht folgen konnten.

 

So ging es hinauf bis zur Aussicht Spitzwaldkanzel. Bei schönem Wetter soll man hier ins Zellertal und nach Arnbruck sehen können. Wir sahen heute leider nix. Dafür war es jetzt nicht mehr weit, bis zur Hütte (1019 m.) auf Schareben. Die Hütte wurde bereits 1846 als Diensthütte für den Forst erbaut. Seit 1960 wird sie als Gastwirtschaft betrieben und seit 1975 ist sie im Besitz des Bayerwaldvereins Drachselsried, der sie bewahrt und erhält.

Noch hielten wir uns hier nicht auf, sondern marschierten weiter am Rundwanderweg 11 hinauf zum Hochstein (1134 m.). Der Weg schlängelte sich durch den lichten Hochwald am steilen Hang hinauf. Einige Querungen warteten mit einer abenteuerlichen Wegführung auf und am Gipfel ging es sogar noch steiler durch ein Felsenlabyrinth. Alle Teilnehmer meisterten die „Schwierigkeiten“ im Auf- und Abstieg mit Leichtigkeit und waren bester Laune, obwohl wir auch am Gipfel keine Aussicht hatten. Aussicht war heute nicht. Wir müssen wohl (gerne) wiederkommen.

Zurück auf Schareben durften wir endlich einkehren. Für uns war extra ein Raum reserviert worden. Die freundliche Bedienung, das gute und reichliche Essen und die gemütliche Stube rundeten diese Einkehr ebenfalls zu einem Erlebnis ab. Hinunter ging es dann über die Poschinger Hütte, zurück nach Drachselsried. Vor der Heimfahrt dankten wir Diana und Kalle für die tolle Organisation, den ausgefüllten Tag und der rechtzeitigen Schneelieferung.

Sepp Zwinger

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