3-Tagestour im Steinernen Meer

1.Tag - 30.06.19: Aufstieg von Sandten bei Maria Alm zum Riemannhaus

Da es nach Saalfelden am Steinernen Meer und nach Maria Alm keine Zugverbindung gibt, fuhren wir in diesem Jahr mit den eigenen Autos in 4 Fahrgemeinschaften zunächst bis Weißbach bei Lofer. Insgesamt waren wir 15 Personen. Dort angekommen, stärkten wir uns im Café Auvogel mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz Pürzlbach auf ca. 1.000 m Seehöhe, wo wir die Autos abstellten. Als wir dann alle in Kleinbusse eingestiegen waren, und den kompletten Weg nach Weißbach wieder zurücklegten, überlegte ich einen kurzen Moment, wo denn der Sinn dieser Aktion ist. Aber klar: Der Parkplatz sollte der Endpunkt unserer Tour am dritten Tag werden.

Mit den Kleinbussen fuhren wir dann bis Sandten bei Maria Alm und starteten dort um ca. 12:00 Uhr unsere Bergtour Richtung Riemannhaus. Der Aufstieg war angesichts der Hitze an diesem Tag (ca. 33°C) recht anstrengend, jedoch wussten wir, dass uns am Riemannhaus auf 2.177 m Höhe sehr angenehme Temperaturen und kühle Getränke, Kuchen und andere Köstlichkeiten erwarteten.

Um ca. 15:30 Uhr hatten wir dann unser Ziel erreicht. Nach einer Stärkung ließen es sich einige von uns nicht nehmen, barfuß durch den Schnee zu stapfen bis die Füße unangenehm kribbelten.

Nach dem Abendessen entschlossen wir uns um 19:30 Uhr (!), noch auf den Sommerstein aufzusteigen, um dort eine gigantische Aussicht auf den Watzmann zu genießen. Dort blies uns ein kalter Wind ins Gesicht, sodass die Mitnahme der dicken Jacken und Mützen trotz Hitze im Tal sich als durchaus sinnvoll herausstellte.

2.Tag - 01.07.19: Abmarsch vom Riemannhaus zum Ingolstädter Haus

Obwohl in der Nacht Wolken aufgezogen waren, hatten wir an diesem Vormittag erneut Sonnenschein, jedoch war es zeitweise bedeckt. Wir machten uns auf den Weg über Schneefelder und Geröllhalden. Schließlich erreichten wir um ca. 13:00 Uhr das Ingolstädter Haus.

Kaum als der schwere Rucksack deponiert war und die Füße sich ein bisschen ausgeruht hatten, machte sich der harte Kern unserer Truppe umgehend auf den Weg zum Gipfel des Großen Hundstod auf 2.593 m. Nach ca. 30 Minuten war jedoch ein lautes Donnergrollen zu hören und ein Gewitter zog rasch auf.

Vernünftigerweise zogen es unsere Gipfelstürmer vor, wieder umzukehren, zumal auch noch eine Herde Schafe eine kleine Gerölllawine auslöste.

Der anschl. Gewitterregen hielt dann leider bis zum Abend hin an, sodass wir viel Zeit im Haus verbrachten, wo wir ausgiebig essen, trinken und ratschen konnten. Erneut wie auch am ersten Tag konnten wir den Luxus einer warmen Dusche genießen.

Gegen Abend, als der Regen aufhörte, ließen es sich einige von uns nicht nehmen, noch den Kleinen Hundstod zu besteigen, was für den Hin- und Rückweg eine gute Stunde in Anspruch nahm.

3.Tag - 02.07.19: Abstieg nach Pürzlbach

An diesem Morgen war das Wetter zwar trocken, aus Richtung Westen sah man jedoch wieder schwarze Wolken heranziehen, die nichts Gutes vermuten ließen. Damit war unser Vorhaben, doch noch den Großen Hundstod zu besteigen, schnell wieder ad acta gelegt. Also machten wir uns auf den Rückweg in Richtung Pürzlbach, dort wo unsere Autos geparkt waren.

Das Wetter konnte sich an diesem Tag nicht so recht entscheiden, also war Regenjacke an- und ausziehen, Regenschutz drüber und wieder weg, angesagt. Auf unserer Tour kamen wir dann kurz vor Mittag am Diesbachstausee vorbei, den man bereits von weit oben sehen konnte. Der See ist wunderschön in das umliegende Waldgebiet eingebettet und das Wasser hat eine imposante grünblaue Farbe.

Für alle, die Interesse an Kraftwerkstechnik haben, sind die Details auf Schautafeln in der Nähe der Staumauer ausführlich beschrieben.

Nach einer weiteren Stunde Gehzeit machten wir dann eine Einkehr in der Kallbrunnalm, eine typische Bergalm mit Kühen, frischer Buttermilch und Käse. Der Wirt hatte es durch seine gesellige Art durchaus im Griff, seine Gäste mit einheimischen Köstlichkeiten wie Kaiserschmarrn oder Kaspressknödel zu verwöhnen.

Schließlich machten wir uns auf den Weg ins Tal nach Pürzlbach, wo wir uns um ca. 14:30 Uhr wieder verabschiedeten und jeder mit seiner Fahrgemeinschaft den Heimweg nach Straubing antrat.

Eine insgesamt gelungene und professionell organisierte Tour war mal wieder zu Ende. Trotz durchwachsenem Wetter ist es uns gelungen, die drei Tage ohne größere Nässeeinwirkungen zu verbringen.

Text: Rainer Schick
Bilder: Johann Raith

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