Bericht: Ausbildungskurs vom Wanderer zum Bergsteiger - Schwerpunkt Fels

Ausbildungsort: Blaueishütte (1680 m) 26.-28.7.

Ausbilder: Till Hauptmann, Thomas Rupprecht

Teilnehmer: Gero, Berni, Florian, Elke, Michael, Andrea, Anna, Beate, Tobias und Michael

Ausbildungsinhalte: Alle nötigen Knoten, Standplatz Pläsier, korrektes Vorstieg/Nachstieg-Sichern mit HMS oder Tube, Expressflaschenzug, Gehen im Weglosen Gelände, Behelfsmäßige Bergrettung, Wetter- und Kartenkunde. Optional. Mobile Sicherungsmittel und alpine Standplatzbau.

Trotz hin und her und Corona und Hüttenbelegung und Wetter, es zeigt sich häufig, irgendwie geht’s immer. Zu den äußeren Umständen: Aufstieg am Sonntag im leichten Regen und somit mit einem ungeplanten längeren Stopp auf der Schärtenalm (1330 m) am extra für uns eingeheizten Holzofen, kamen wir doch noch mit all unseren Seilen und Ausrüstungssachen auf der „Blaueis“ an. Nachmittags dann schon gutes Wetter und sofortiger Beginn mit der Ausbildung an den nahen Felsen. Nach dem Abendessen dann noch etwas Theorie über Ausrüstung und Topos. Am nächsten Morgen Wiederholung der Inhalte für die erste Mehrseillängentour deines Lebens. Dann in die beiden Plattenwege - mit anschließenden Abstieg – oder noch kurz auf den Steinberg (2065 m)? - über einen Weg der Kategorie schwarz. „Aha das versteht man unter der Kategorie Schwarz“. Abends noch etwas Wetterkunde und behelfsmäßige Bergrettung.

Mit zwei Ausbildern konnten wir auf die Bedürfnisse/Wünsche der Kursteilnehmer eingehen. Eine Gruppe startete am Dienstagmorgen um die Schärtenspitze (2153 m) über die Nordostwand (6 Seillängen) zu erklettern und anschließend über den Normalweg mit etwas Gehen im Weglosen Gelände abzusteigen, die andere Gruppe wurde im Legen von mobilen Sicherungsmitteln und Aufbau von alpinen Standplätzen ausgebildet. Zusätzlich dazu wurde noch mal das Aufprusiken geübt.

Nach der obligatorischen Kaffeepause mit den berühmtberüchtigten Kuchenstücken auf der Blaueis, gingen wir nochmals an die Ausbildungsfelsen, um den Expressflaschenzug zu schulen.

Fertigmachen zum Abstieg, da Gewitter für den Abend angekündigt waren. Eine Gruppe erreichte ihre Autos noch bevor es so richtig zu schütten anfing, die andere Gruppe hatte durch einen kurzen Stopp an der Schärtenalm den Vorteil gewaschen am Auto anzukommen. Auf der Heimfahrt noch ein kurzer Stopp in einer Burger Bude um ein kleines Resümee abzugeben.

Thomas Rupprecht

p.s.:

1. Danke an Till, der es als weiterer Ausbilder ermöglicht hat, alle Interessenten mitmachen zu lassen.

2. Diesen Kurs wird es voraussichtlich nächstes Jahr wiedergeben.

3. Tipp des Ausbilders: Eine vorhergehende Teilnahme an den Ausbildungskursen vom Wanderer zum Bergsteiger in der Halle in der Wintersaison ist zwar keine Pflicht, hilft aber ungemein die Felsen und v.a. Routen des Geländes schon zu nutzen. Ziel ist es nämlich mindestens eine Mehrseillänge zu klettern!

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