Kletter und Familiencamp Hirschbach

„Alles wie immer“ trifft auf „Alles ist anders“

Wie jedes Jahr hat die DAV Sektion Straubing ihren Aufenthalt in Hirschbach. Wie immer starteten wir an Fronleichnam. Allerdings trafen wir uns nicht direkt bei Manfred im Jura Alpin Center, sondern sofort zum Klettern am Kalmusfelsen bei Illschwang- „das war ja noch nie da“. Dieser war leider von den vorangegangenen Regentagen noch etwas feucht, beziehungsweise nass. Trotzdem konnten wir viele Routen klettern, wobei durch die Nässe die Schwierigkeiten deutlich zunahm. Gina und Marlene kamen nur einen Tag mit zum Klettern, da sie leider nicht länger Zeit hatten. Gerne wären sie an allen vier Tagen mit dabei gewesen. Der Rest der Truppe, immerhin noch 16 Personen, fuhren dann weiter zu Manfred Salcher ins Jura Alpin Center. Bzw. fast alle, da Corinnas Auto der Meinung war seinen Dienst quittieren zu müssen. Gottseidank hatte Peppi noch genügend freie Kapazität in seinem Auto.

Im Jura Alpin war alles beim Alten und auch nicht: Manfred und Ingrid waren sehr erfreut uns zu sehen, denn sie hatte lange keine Gäste mehr in ihrem Haus. Besonders bei Manfred spürte man direkt die Freude. Als Besonderheit hatte Christoph in mehrere Stunden Arbeit für Manfred einen neuen Grill angefertigt. Dieser wurde sofort Manfred vorgestellt. Geplant war auch am Samstag den Grill auf der Terrasse einzuweihen. Nach Absprache, wie das abzulaufen hat – Corona- lässt grüßen - durften wir doch noch grillen. Nach dem freudigem HALLO und dem Betreten des Gebäudes mit Mund-Nase-Schutz, gingen wir am Abend in den Biergarten des Goldenen Hirschen, um erstmal die Hände zu waschen. Wir hatten nämlich wegen eines Rohrbruches kein Wasser in der Unterkunft. Forelle Mandel und Schäufele schmecken ungeduscht und dreckig besonders gut.

Für den nächsten Tag war von früh bis spät herrlichstes Wetter angesagt und wir fuhren nach dem 8:00 Uhr Frühstückstermin pünktlich um 9 zum Weissenstein Richtung Neuhaus. Dort waren anfangs unvorstellbar wenig Leute und wir konnten sofort, sowohl in den einfachen Routen, als auch in den längeren 6 und 7 Routen, zu klettern beginnen. Sehr schnell kam die Sonne um die Bäume und wärmte den Felsen, so dass es bis um 14:00 Uhr gut warm wurde. Wir fuhren dann zurück zu unserer Unterkunft und rüsteten uns für den Höhenglücksteig. Anders als sonst, den eigentlich machen wir den Klettersteig immer am ersten Tag. Dies war heuer die Herausforderung: erst klettern und dann noch den Höhenglückssteig zu absolvieren. Alle machten die Tour mit und hatten ihren Spaß. Zwar wollten nicht alle auch noch durch den kurzen, aber kräftigen dritten Teil, aber jeder musste noch am Ende des 2. Teiles durch das Loch steigen. Danach gingen wir zurück zur Unterkunft und „stilten“ uns mit Warmwasserdusche, um nach Vorra zu Pizza Toni zu fahren. Wie immer war der Service dort schnell und das Essen gut. Wir saßen im Biergarten im Freien und genossen die Abendsonne und anschließend noch die laue Luft auf der Terrasse unserer Unterkunft.

Auch für den nächsten Tag war herrliches Wetter angekündigt. Dies nutzten Vanessa, Peter und Corinna, Jess, Ulli und Paula und Gabi und Tina, um auf der Pegnitz den unteren Teil von Artelshofen nach Eschenbach auf der Pegnitz zu paddeln. Der Rest der Gruppe – Ursl, Peppi, Manfred, Tom, Gerhard und Christoph - machte sich auf nach Königstein und in den kleinen Ort Breitenstein, um ein neues Klettergebiet, den Steinberg, kennenzulernen. Nach kurzer Suche fanden wir den für uns passenden Abschnitt - denn es gibt in diesem Gebiet 8 verschiedene Bereiche. Geschützt durch den Laubwald waren die Bedingungen perfekt und wir konnten wunderbar klettern. Auch Michi fand uns nach kurzer Suche. Er war erst heute angereist und stieg eine Route nach der anderen. Viele Routen in unserem Schwierigkeitsbereich waren im Angebot. Tom machte nach einer stark überhängenden 7 sogar eine 8- erst im Toprope und dann auch noch im Vorstieg. Einige der Paddler stießen gegen 15 Uhr noch zu uns und versuchten sich noch im Klettern. Bei der Nachhause-Fahrt mussten wir noch das Grillgut beim Pechwirt (bzw. bei der Pechwirtin) in Artelshofen abholen, während Christoph bereits den Grill vorheizte. Samstagabend 19:30 – grillen auf der Terrasse – so wie immer. Das Essen schmeckte, es gab Fränkische Bratwürste und dazu gutes Feldensteiner Bier, das man wie immer aus dem Kühlschrank mit einer Strichliste auf selbst vertrauter Basis nehmen darf. Traditionell machten die Männer den Abwasch. Anschließend begann die Kistenstapel-Challange. 23 Kisten! Mehr geht beim besten Willen nicht. So gegen 22:30 Uhr begann es leicht zu tröpfeln, jedoch besitzt die Terrasse einen großen überdachten Bereich, unter den wir uns zurückzogen. Wir saßen noch lange im Freien genossen den lauen Abend.

Am nächsten Tag war leider schlechtes Wetter, so dass wir keine großen Unternehmungen mehr machen konnten. Einige fuhren direkt nach Hause, andere versuchten noch in Hersbruck die neue Kletterhalle zu testen. Leider ohne Erfolg, da diese geschlossen war. Nur Gabi und Beate nutzten den leichten Regen und die trockenen Phasen, um die Höhlenwanderung zu machen und anschließend auch noch traditionell beim Grünen Schwan bei Kaffee und Kuchen die Fahrt ausklingen zu lassen.

Für nächstes Jahr sind 20 Plätze reserviert und Anmeldungen können sofort bei mir getätigt werden. Wir lassen uns überraschen, was dann alles Neues auf uns zukommt. Auf jeden Fall steht klettern, kanufahren, die Bismarckhöhle als Erlebnishöhle begehen, Kisten stapeln, Klettersteig oder den Noris Steig machen oder die Höhenwanderung auf dem Programm. Es gibt immer noch was neues zu entdecken- und sei es was Manfred neu gebaut hat.

Thomas

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