MTB-Alpencross zum Gardasee

„So ein Traumwetter hatten wir noch nie!“ Mit dieser beschwingter Motivation des Vorstands und Organisators des DAV Alpencross, Ernst Schick, ging es für zwölf Mountainbiker und einer Mountainbikerin auf die Vier-Tages-Mountainbike-Tour von Nauders nach Riva del Garda. 300 Kilometer und 6600 Höhenmeter waren insgesamt zu meistern.

Tagesetappen von knapp 1600 Hm bis zu knapp 2200 Hm waren angesagt mit 55 km bis zu 88km täglich. Die Route führte von Österreich über die Schweiz nach Italien.

Gleich am ersten Tag hatten wir den Höhepunkt unserer Tour zu meistern, die Uina Schlucht! Anstrengend, schweißtreibend, die Mountainbikes wurden geschoben und getragen, aber durch den Ausblick und die Atmosphäre in dieser mehr als beindruckenden Schlucht waren alle Teilnehmer absolut begeistert! Nach einer teilweise sehr steilen Abfahrt, die manchem Teilnehmer schon etwas Mut abforderte war Mals im Vinschgau der erste Übernachtungsort.

Durch das Münstertal zum schönen Santa Maria, eine Genussabfahrt in das Val Mora Tal vorbei an zwei türkisfarbenen Stauseen bis nach Bormio stand auf dem Plan und eine letzte mühselige Auffahrt war der Weg zur zweiten Übernachtung in Santa Caterina.

Die Bergbahn brachte die Gruppe am nächsten Morgen auf 2709 m um letztendlich nach Dimaro zu gelangen.

„Das Racing-Team voraus!“ war die Ansage von Sepp Sträußl, der 2. Organisator der Fahrt, wenn es darum ging die doch vielen anspruchsvollen Trails bergab zu fahren. Kondition und Fahrkönnen der Teilnehmer wurde gleichermaßen gefordert. Dies war jedes Mal wieder ein besonderes Highlight für die fast „Downhiller“ unter den Teilnehmern!

Am vierten Tag war allen nur noch ein Ziel vor Augen: die Ankunft am Gardasee! In Madonna die Campiglio war der erste Anstieg mit 900 Hm bereits erledigt, bei Cappuccino und Kuchen genoss man das italienische Treiben im Ort. 40 Km am Fluß entlang, zum Schluss wurden noch die letzten Kräfte für den Passo Durone mobilisiert und kurz vor 18 Uhr waren alle Teilnehmer von der eigenen Leistung mehr als beeindruckt, als endlich der Gardasee in Sicht war.

Bei den Auffahrten erschwerten die heißen Temperaturen die sowieso schon anstrengenden Anstiege zu den Pässen für die Teilnehmer, was aber den Spaß in der Gruppe nicht eintrüben konnte.

So wurde der fünfte Tag in Riva zum Baden, Chillen, Shoppen oder sogar auch nochmals zum Biken genutzt, bevor es mit dem Shuttlebus wieder zurück nach Nauders ging. Aufgrund des guten Zustands des Materials kam das mitgeführte Werkzeug nur bei jeweils einem Wechsel des Schlauches und der Bremsbeläge zum Einsatz.

Die glücklichen und zufriedenen Teilnehmer rätseln bereits bei der Heimfahrt, ob sich nicht im nächsten Jahr eine Route bis zum Meer ergeben könnte.

Tina Ostermaier

Zurück