Silvrettadurchquerung vom 04.04 - 07.04.2019

1. Tag
Um 5 Uhr starteten Albert, Christoph, Markus, Peppi, Till, Schwesi, Wolfgang und Martin an der Kletterhalle in Ittling und fuhren nach Partenen. Von hier ging es mit der Vermuntseilbahn und dem Gletscherbus hinauf auf die Bieler Höhe zum Silvrettastausee (2000 m). Bei extrem schlechtem Wetter und kaum Sicht führte unser Weg am Westufer des Sees entlang, hinein ins Ochsental. Dank der Stangenmarkierung und GPS kamen wir nach zweieinhalb Stunden auf der Wiesbadener Hütte (2443 m) an.  

2. Tag
Der nächste Tag empfing uns mit 20 - 30 cm Neuschnee. Da die Lawienenlage etwas heikel war, entschieden wir uns gegen die geplante Dreiländerspitze und stiegen zur Ochsenscharte (2977 m) auf. Da die Sicht Richtung Jamtalferner noch nicht optimal war, fuhren wir die unverspurten Pulverschneehänge zurück zur Hütte ab. Richtung Osten war die Sicht schon viel besser und die Sonne kam durch. Also entschieden wir uns für den Aufstieg zum Rauhen Kopf (3101 m). Über schön kupierte Hänge erreichten wir problemlos das Skidepot und dank der Wühlererei von Till und Martin durch teils bauchhohen Schnee auch den Gipfel. Anschließend fuhren wir durch Pulver und im unteren Bereich nassen Schnee zur Hütte ab, wo wir auf der sonnigen Terrasse das wohlverdiente Gipfelbier genossen.

3. Tag
Heute stand mit der Besteigung des Piz Buin (3312 m) der Höhepunkt der Tour an. Von der Hütte aus stiegen wir zur grünen Kuppe auf, weiter am rechten Rand des spaltenreichen Ochsentaler Gletscher hinauf. Oben dann flacher weiter bis zur Buinlücke auf ca. 3000 m, wo wir Skidepot machten. Mit Steigeisen und Pickel ging es die letzten 300 hm teils steil durch die Schlüsselstelle, eine Kaminverschneidung, oben dann flacher zum Gipfel. Beim Abstieg dann ein kleiner Stau an der Schlüsselstelle, weil die Absteigenden abseilten und ziemlich viele Gipfelaspiranten nach oben drängten. Gut, daß wir zeitig gestartet sind. Nach einer Pause stiegen wir über die Fuorcla dal Cunfin (3043 m) hinüber auf die Schweizer Seite und fuhren zum Silvrettagletscher ab. Ein kurzer Gegenanstieg brachte uns auf den Silvrettapass (3003 m). Über die weiten Gletscherhänge des Silvrettagletschers fuhren wir dann durch windverpressten Pulver, ziemlich kraftraubenden Bruchharsch und Nassschnee zur Silvrettahütte (2341 m) ab. Auf der sonnigen Hüttenterrasse ließen wir den Tag ausklingen.

4. Tag
Von der Hütte weg stiegen wir Richtung Rote Furka (2688 m) auf. Den steilen, harten Schlussanstieg kämpfte sich ein Teil mit Ski und Harscheisen hoch, die anderen wechselten auf Steigeisen. Nach dem Übergang empfing uns wieder elendiger Bruchharsch, so daß wir uns trotz herrlichem Wetter gegen einen Gipfelanstieg auf die Schneeglocke entschieden und durchs Klostertal hinunter zum Silvrettastausee abfuhren. Zurück ins Tal wieder mit dem Tunnelbus und der Vermuntseilbahn. Nach einem ausgiebigen Mittagessen im Käsehaus ging es wieder heimwärts.

Eschl Martin

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