Skihochtourenkurs "Sonne pur über der Franz-Senn-Hütte!"

BerichtMit leichten Verspätungen sind am Donnerstagmorgen alle drei Autos in Seduck angekommen, bestückt mit zehn motivierten Skitourengehern und zwei motivierten Skitourengeherinnen, welche aus unterschiedlichen Ecken rund um Straubing, Regensburg, Landshut und München kamen. Noch schnell die Seile verteilt ging´s bei bestem Wetter los zur Franz-Senn-Hütte. Dort angekommen stand nach einer kurzen Stärkung das Üben der losen Rolle auf dem Plan. Sobald die Sonne aber weg war, wurde es ziemlich frisch und wir freuten uns auf das Abendessen. Zum Glück war der Hüttenwirt recht großzügig und hat die Männer mit Nachschlag glücklich gemacht. Im Anschluss planten wir die Tour für den nächsten Tag und durften noch von Peppi´s und Till´s großem Wissensschatz bei den Themen Material und Abseilen profitieren. Glücklicherweise hielt der Schrank Till´s Gewicht beim Abseilen stand.
Am zweiten Tag gings dann bei - 16 Grad Richtung Berglasferner inklusive Besteigung des Wilden Turms per selbstgebautem "Klettersteig" für die letzten Höhenmeter. Hier freuten sich einige über ihren ersten Winter-3000er. Die Hänge unterm Wilden Hinterbergl waren so verlockend, dass wir auch diesen Gipfel noch ansteuerten. Nach leckerer Lasagne am Abend gab's noch eine Theorieeinheit zu Lawinenkunde und Orientierung, bevor die Augen zu müde wurden. Für den dritten Tag stand die Östliche Knotenspitze auf dem Plan, welche wir allerdings nicht ganz erreichen sollten. Dank Schatten und erneut tiefen Minusgraden wurde uns trotz einiger Spitzenkehren nicht wirklich warm. Nach dem Skidepot gings mit dem Pickel Richtung Gipfel, wo uns der "Griasel Schnee" irgendwann zum Rückzug zwang, weil der uns leider so gar keinen Halt geben wollte. Erfolgserlebnisse gab's stattdessen anschließend bei der LVS Suche, beim Testen von Pickel und Steigeisen am Eisblock vor der Hütte und beim Üben der Selbstrettung aus der Spalte heraus. Als Spalte hielt der Balkon des Winterraums her.
Und wie's immer so schön heißt: Das Beste kommt zum Schluss, was in unserem Fall die Tour zur Inneren Sommerwand war. Diesmal auch nicht ganz so kalt, da wir mehr Sonne erwischten. Nach einem sportlichen Aufstieg kam ein richtiges Schmankerl, und zwar die restlichen Höhenmeter am Grat zum Gipfel mit Pickel, Steigeisen und ein bisschen Luft unter den Sohlen. Bei der Abfahrt machten wir noch "Peppis Blocktest": Der Block war so stabil, da brauchte es das ganze Körpergewicht von Peppi, dass die Schwachschicht im Block kollabierte. Nach Käsespätzle und Kaiserschmarrn ging unsere traumhafte Tour dann auch schon zu Ende.

Danke an unsere Ausbilder Peppi und Till für vier Tage geballtes Skihochtourenwissen und die tolle Zeit!

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