Skitour Kitzstein

PROLOG:

* Schneechaos, Teile Bayerns und Österreichs zum Katastrophengebiet erklärt.

* Gesperrte Zubringer-Straßen, Gebirgsregionen von der Umwelt abgeschnitten.

* Lawinenlagen, die selbst härteste Abenteurer zum Daheim-Bleiben zwingen.

* Aussichten für das geplante Unterfangen sehr, sehr mau…….

 

Samstag, 19. 01. 2019, Sonnenschein und beste Schneeverhältnisse in GROSSARL

Fügung, Zufall, Glück, Schicksal, Karma? Egal, es war einfach die perfekte PREMIERE

Albert Amberger gibt sein Debut als Skitourenleiter.

Akteure: Gabi, Gerhard, Helmut, Irmi, Sabine, Caro

OUVERTÜRE:

Zwar war die Zubringerstraße ins Großarltal nun geöffnet, jedoch gestaltete sich das letzte Anfahrtsstück über eine zwar schneegefräste, aber dennoch nicht ganz unglatte und v.a. nicht ganz unsteile Serpentinenstraße recht spannend. Um 9 Uhr fand dann auch die Letzte den Parkplatz der Breitenebenalm auf 1217 m Höhe und es konnte nach dem LVS-Check bei -12°C endlich losgehen.

Akt 1:
Der Waldaufstieg wies einige Hindernisse in Form von umgestürzten Bäumen auf, die überstiegen bzw. unterkrochen werden mussten. Dank des Hinweises: „Hoits a weng Abstand, damit de Bam ned glei zwoa-drei von Eich auf oamoi daschlogn!“ erreichten wir lebendig und gesund die wunderbar unverspurten Hänge. Diese überquerten wir bei strahlendem Sonnenschein jedoch immer noch leichten Minusgraden, was uns einen hoffungsvollen Ausblick auf das spätere Abfahren gab.

Akt 2:
Der Gipfel, die Kitzstein-Gabel mit ihren 2037 m Höhe, war bereits in Sicht. Nach einer kleinen Stärkungspause am Absatz ca. 100 hm unterm Gipfel marschierten wir in Richtung unseres gesetzten Ziels, im sicheren Abstand zu einer prächtigen Wechte. Dann aber trat das klassische dramaturgische retardierende Moment ein! Albert sah den abgeblasenen Gipfel, den windverpressten Triebschnee am Gipfelhang mit den Gleitschneerissen und die weiter unten abgegangenen Schneebretter und verkündete elegisch: „Des gfoit mia ned!“

Akt 3:
Also: Rückzug. Vorbei an vielen Arler-Manndl (die fast mit ihren Arber-Vorbildern mithalten können) ging‘s hinab über traumhafte Pulverhänge vom Feinsten. Sogar die nicht-preisgekrönten Skifahrerinnen unter uns waren begeistert!
Aber war dies wirklich bereits das Ende des Tourentages? Runter bis zum Auto und heim?

Akt 4:
Nein nein, weit gefehlt! Noch im oberen Viertel kamen die Felle wieder unter die Schi, denn Touren-Regisseur Albert hatte einen Reserve-Gipfel in petto!
Über den Nordgrat stiegen wir in einer Stunde auf zum Gipfelkreuz des Penkkopfes auf 2011 m Höhe und genossen in der Sonne unsere Brotzeit und das herrliche Panorama!

Akt 5:
Sattgesehen, sonnenbetankt und voller Bergglücks-Energie starteten wir um 13:30 Uhr die finale Abfahrt. Die Pulverhänge im oberen Bereich wechselten sich weiter unten mit gut befahrbaren Waldstücken ab und mündeten schließlich in eine etwas kratzige Forstweg-Strecke, die im Rückblick aber schnell vergessen sein wird.

Premieren-Feier:
Diese fand im Großarltal im Schiederhof statt und stellte den würdigen Abschluss dar für ein tolles Natur-Schauspiel und zwar auf den Brettern, die wirklich die Welt bedeuten! 

Danke Albert!

Wir freuen uns auf weitere Touren unter Deiner Regie!

Caro Petersson

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