Skitouren in Bivio (Schweiz)

In 4 Tagen 4 Gipfel mit 4500 Hm bei unterschiedlichsten Bedingungen bewältigt

Heidi, Peppi, Sepp, Alfred, Christian, Moritz und Xaver waren von Donnerstag, 17. bis Sonntag 20. März in Bivio in Graubünden zum Skitourengehen.

Tobias, Trainer C Skibergsteigen, hatte dort den zweiten Teil seiner Ausbildung absolviert und führte die Gruppe Dank seiner Ortskenntnisse auf vier schöne Skiberge. Die Bedingungen reichten von trüber „Sahara-Staub“-Sicht, dichtem Nebel bis herrlichem Sonnenschein an den letzten beiden Tagen.

Donnerstag:
Nach problemloser Anreise über Fernpass und Unter-Engadin starteten wir gleich vom Parkplatz bei der Alp Gügliar am Julierpass zur ersten Tour auf den 3165 m hohen Piz Lagrev. Die Steilstufen um die 35º waren bei gerade ausreichendem Firnschnee gut zu meistern. Die Aussicht war „sandgetrübt“ und die Abfahrt machte Spaß. Anschließend ging es nach Bivio, wo im Hotel „Solaria“ die Zimmer bezogen wurden.

Freitag:
In der Nacht hatte es ein paar Flocken geschneit und nicht gefroren. Die Berge waren komplett im Nebel. Trotzdem wollten wir eine ordentliche Tour machen. So starteten wir frohen Mutes und verließen uns auf Tobias, der trotz einer Sicht von teils unter 50 m Dank GPS eine Route auf den 2720 m hohen Piz dal Sasc fand. Die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur war im dichten Nebel zeitweise abenteuerlich.

Samstag:
Bei strahlendem Sonnenschein und minus 6 Grad starteten wir zur anspruchsvollsten Tour auf den 3018 m hohen Piz Turba. Der über 40º steile und harte Gipfelhang erforderte Harscheisen und volle Konzentration. Die letzten Meter zum Gipfel auf Trittspuren wurden mit herrlicher Fernsicht belohnt. Der Biancograt und Piz Roseg leuchteten in der Sonne. Piz Padile oder das Finsteraarhorn waren neben den Nachbar-Dreitausendern eine Bergsteiger-Augenweide. Nach Heidis Gipfelschnaps wurde von allen der steile Gipfelhang sturzfrei gemeistert. Da die Abfahrtsverhältnisse teils mäßig erschienen, lotste uns Tobias zur Bergstation des Bivio-Schleppliftes auf 2500 m Höhe, wo wir auf der gut präparierten Piste mit „Genuss“ abfahren konnten.

Sonntag:
Bei wiederum bestem Wetter starteten wir wieder direkt vom Hotel. Als Ziel war der Piz Scalotta geplant. Nach Einsicht in den Gipfelhang, der wenig Schnee aufwies, wurde der daneben liegende 3077 m hohe Piz Surparé als Gipfelziel ausgewählt. Der Gipfelhang hatte auch wieder 40º und erforderte höchste Konzentration. Die Fernsicht war wieder grandios und reichte bis zu Ortler und Königsspitze.

Bei der Schlussabfahrt ins Tal wechselten die Bedingungen von hart gefroren bis zu schönstem Firn. Alle kamen unfallfrei und froh im Hotel an um nach verstauen der Ausrüstung die Heimfahrt anzutreten.

Es waren trotz der zeitweilig mäßigen Wetterbedingungen, sehr schöne Tage in einer einzigartigen Gebirgslandschaft und einem Hotel mit hervorragender Verpflegung.

Xaver

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