Skitouren in den Pragser Dolomiten 29.02. – 03.03.2020

Nachdem beim ersten Besuch im letzten Jahr die Schneelage rund um den Pragser Wildsee eher mau war, probierten wir heuer den zweiten Anlauf, in der Hoffnung diesesmal alle geplanten Touren durchführen zu können.

Im folgenden die Eckdaten unserer Touren:

Tag 1: Dürrenstein 2839 m. Aufstieg 2 Std.; 870 Hm. Anfahrt mit dem Auto zum Brüggele, dann mit dem Bus zum Parkplatz Plätzwiese. Die Skitour zum Dürrenstein führt über riesige offene Südhänge zum Vorgipfel. Nach Skidepot gehts über eine Gratsenke zum Gipfelkreuz, wo wir eine grandiose Rundumsicht inklusive Drei Zinnen geniessen konnten. Das Gipfelbier wurde auf der Plätzwiesenhütte getrunken.

Tag 2: Überschreitung Col de Riciogogn 2650 m. Dauer 7 Std.; 1170 Hm. Vom Pragser Wildsee gelangt man über den zugefrohrenen See in das Grünwaldtal zur Grünwaldalm. Von dort gehts nach links ins Seitenbachtal, das ab 2000 m ins Sennestal abzweigt. Ein sehr steiler Aufschwung führt in die Seitenbachscharte. Auf der Senneshochfläche waren durch dichten Nebel teilweise nur noch die Skispitzen zu sehen so daß eine Orientierung nur über GPS möglich war. Wegen der extrem schlechten Sicht ließen wir den Riciogogn rechts liegen und stiegen geradewegs zum Sennesjoch auf. Ab hier war die Sicht auf die andere Seite wieder frei so dass die Rundtour mit der Abfahrt zum Pragser Wildsee mehr oder weniger ungehindert abgeschlossen werden konnte.

Tag 3: Ofenmauer 2458 m. Dauer 4,5 Std.; 1000 Hm. Nach der Überquerung des Pragser Wildsees gehts sehr steil hinauf übers Narbige Loch zur Ofenmauer, die den Zugang zum Seekofel markiert. Dieser wäre zwar das ursprünglich geplante Tagesziel gewesen. Jedoch zwang uns der Wetterbericht zum umdisponieren, so daß die Tour kurzerhand verkürzt wurde. Trotzdem mussten wir letztendlich 20 Höhenmeter unterm Ziel wegen einsetzendem Schneetreiben und schlechter werdender Sicht umkehren.

Tag 4: Messnerköpfl 2199 m. Dauer 3,5 Std.; 750 Hm. Nach 55 cm Neuschnee sollte die letzte Tagestour die einfachste mit der wenigstmöglichen Lawinengefährung sein. Von den Skiliften in Altprags gehts durch teilweise dichten Wald hinauf in die Sarsscharte und dann einen Gratrücken entlang zum Gipfel. Eine unberührte Powderabfahrt war das anschließende Finale eines wunderschönen Dolomitenaufenthaltes.

Albert

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