Sonnwendfeier am Straubinger Haus 25.-26.06.2021

Aufstieg - Jedes Jahr ist eines der Hüttenhighlights meiner Kinder die Übernachtung im Straubinger Haus auf der Eggenalm. Mein Kleinster, Timi, ist nun schon zum 2. Mal dabei, obwohl er erst 3 Jahre alt ist. Eigentlich war eine Wanderung ab der Steinplatte geplant, aber wetterbedingt mussten wir umdisponieren und uns für die kürzere Variante ab Hindenburghütte entscheiden. Am Wanderparkplatz in Blindau bei Reit im Winkl trafen wir uns mit Freunden. Zufällig traf zeitgleich die Mountainbike Gruppe ein, um nach oben zu strampeln. Wir fuhren mit dem Shuttle zur Hindenburghütte auf 1260 m. Hier wanderten wir mit den Kindern zuerst auf der Forststraße bis zur Hemmersuppenalm. Natürlich brauchten unsere Zwerge schon nach ein paar Metern die erste kleine Brotzeit. Wer wandert, der hat auch eine Stärkung verdient :-) An der Almhütte zweigten wir nach rechts ab und folgten dem Wegweiser „Straubinger Haus“. Der Forstweg mündet in einen kleinen wurzeligen Steig. Für die Kinder wurde es abenteuerlicher und wir untersuchten Steine und morsche Bäume nach Kleingetier. Über einen Holzsteg ging es durch eine sumpfige Almlandschaft, bis der Aufstieg steiler wurde. Das Wetter hielt noch perfekt. Das ein oder andere Mal blitzte die Sonne heraus. Sollten wir tatsächlich vom Regen verschont bleiben? Es sah fast so aus. Auf einer letzten Brotzeitbank gab es noch eine kleine Stärkung, bevor der Schlussanstieg zur Kapelle oberhalb des Straubinger Hauses gemeistert wurde. Uns begrüßten ganz vorsichtig und mit Corona-Abstand ein paar misstrauische Kühe. Zum Glück hatte der Wetterbericht unrecht und wir kamen trocken nach ca. 1 1⁄2 Stunden Aufstieg am Straubinger Haus auf 1558 m an. Die meisten Alpenvereinsmitglieder der Sektion Straubing waren schon eingetroffen, sei es zu Fuß, Shuttle oder MTB. Wie schon im letzten Jahr wurden wir sehr freundlich von Angelina und Lukas, den Hüttenwirten, empfangen. Wir bezogen unser Zimmer und genossen das leckere Abendessen. Die Kinder waren schon gespannt auf das Feuer. Es regnete kurz, aber pünktlich hörte es auf.

Sonnwendfeuer - Wir marschierten zum nahegelegenen Hügel, wo das Sonnwendfeuer angezündet wurde. Die Kinder staunten, wie schnell so ein Feuer in die Höhe schießt. Langsam wurde es Zeit für die Kleinen ins Bett zu gehen. Auf dem Rückweg fing es dann doch noch zu regnen an und wir wurden bis auf die Unterhose pitschnass. Den Kindern hatten Spaß daran, vor allem, weil sie im Schubkarren von Sepp über Stock und Stein zur Hütte geradelt wurden. Müde fielen die Kinder ins Bett und die Erwachsenen erzählten sich noch bei dem ein oder anderen Glas Wein Bergsteigergeschichten.

Arbeitseinsatz - Am Morgen wurden wir von der Sonne begrüßt und mit einer Traumaussicht auf die umliegenden Berge konnte der Tag beginnen. Schnell waren wir angezogen und saßen beim Frühstück. Danach war ein kleiner Arbeitseinsatz geplant. Ein Lastwagen brachte Hackschnitzel für den Spielplatz. Die Mädels und die Kinder verteilten diese fleißig. Der Rest entrümpelte den Keller (für einen Kinderspielraum), um alles auf dem LKW zu verstauen. Da wir viele fleißige Hände hatten, waren wir schnell fertig und als Belohnung bekam jeder ein Mittagessen und dazu ein Getränk.

Rundtouren - Zuvor war natürlich noch eine Besteigung des Fellhorns auf dem Plan. Mit leichtem Gepäck marschierten wir den kleinen Steig nach oben. Die Mountainbike-Gruppe mit Xaver als Guide radelte zu einer Rundtour über den Kanonenpass zur Röthelmoosalm und Weitsee ebenfalls los. Die Kinder stiegen hochmotiviert nach oben. Nach nur einer halben Stunde konnten wir den Gipfelsieg für uns verbuchen. Vom Fellhorn 1764 m hatten wir eine traumhafte Aussicht auf den Kaiser & Co. In weiter Ferne konnte man sogar den schneebedeckten Großvenediger erkennen. Natürlich wurden die Mäuse mit einer süßen Gipfelstärkung belohnt. Zurück wanderten wir auf dem Aufstiegsweg. Am Straubinger Haus bekamen wir einen leckeren Kaiserschmarrn und ein kühles Getränk. Wieder gestärkt verabschiedeten wir uns von diesem schönen Plätzchen und wanderten auf dem Forstweg zurück zur Hindenburghütte, wo uns der Shuttle zum Parkplatz in Blindau brachte. Klar werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein. Unsere Kinder freuen sich schon jetzt darauf...

Autor: Markus Winklmeier

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