Tourenbericht 3-Tagestour Thannheimer Alpen

1. Tag 21.06.20 von Steinach bei Pfronten zur Bad Kissinger Hütte

In diesem Jahr konnte die Tour wieder mit öffentlichen Verkehrsmittel erreicht werden und deshalb ging‘s mit dem Zug und natürlich zu dieser Zeit mit Mund-Nasen-Schutz auf nach Steinach bei Pfronten in Allgäu. Bei fast herrlichen Bergwetter starteten wir mittags an der Talstation der Breitenbergbahn zur Reichbachklamm. Durch den Regen der vergangenen Tage war der Weg an der Klamm entlang anfangs etwas matschig. Aber nachdem das erste steile Stück geschafft war, führte die Wanderung über einen schmalen Steig zuerst durch den Wald und dann an saftigen Wiesen voller Blütenpracht in Richtung Bad Kissinger Hütte. Vorbei an eine Hütte führte der Weg in vielen Kehren hinauf. Auf dem Bergsattel kurz vor der Hütte bot sich uns ein herrlichen Blick runter ins Tal, mit Blick nach Füssen und den Foggensee. 15 Minuten später erreichten wir unser Tagesziel die Bad Kissinger Hütte. Nachdem jeder sein Lager bezogen hatte, ging‘s es in die Wirtsstube für eine Kaffee und sehr leckeren Aprikosen-Schmand-Kuchen. Um 18 Uhr gab es Abendessen und danach war sich die Gruppe einig, dass wir noch zusammen den Hausberg besteigen wollen. Also ging es um ca. 19 Uhr nochmal hinaus. Nach 45 Minuten, mit einem kleinem Kletterstück kurz vor dem Gipfel, erreichten wir den Aggenstein, 1986 m, und bei einem herrlichen Sonnenuntergang mit einem weiten Ausblick ins Allgäu, sogar Neuschwanstein war winzig klein zu erkennen. Eine schöne Überraschung waren dann noch viele kleine Sonnwendfeuer, welches im Thannheimer Tal an diesem Abend die Gipfel erleuchtet.

2. Tag 22.06.20, Bad Kissinger Hütte – Otto-Mayr-Hütte

Nach einer etwas kalten Nacht, denn es gab aktuell keine zusätzlichen Decken auf den Hütten wegen der Covidbeschränkungen, stärkten wir uns mit heißem Kaffee und einem reichlichem Frühstück für diesen Tag. Nach einem kurzen Regenschauer sind wir erst um 9 Uhr gestartet. Es ging einen schmalen Pfad, teils durch lichten Wald, dann über Almflächen in Richtung Füssener Jöchle. Ausblick hatten wir an diesem Tag wenig, da es zwischendurch immer wieder zu regnen begann. Durch den Almkessel der Sebenalpe steigt der Weg wieder an und führt auf eine Forststraße zum Füssener Jöchle und an der Bergstation einer Seilbahn vorbei. Kurz darauf folgt der Weg links zur Hütte und auf der anderen Seite zum „Schartschrofen“. Wir haben uns schließlich aufgeteilt, ein Teil stiegen auf den gut ausgeschilderten Weg direkt zur Otto-Mayr-Hütte ab, der Rest wollte noch den Schartschrofen besteigen bzw. noch den „Friedberger Klettersteig“ hinabzusteigen und dann auch noch die „Rote Flüh“ besteigen. Alle trafen wir uns dann am Abend bei einem sehr leckeren Abendessen auf der Hütte und ließen gemeinsam den Abend ausklingen.

3. Tag 23.06.20 Otto-Mayr-Hütte nach Musau

Bei endlich herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel konnten wir heute sogar das Frühstück auf der Terrasse genießen. Unser Ziel war heute der Bahnhof von Musau. Einen Forstweg ging es hinab zur Musauer Alm entlang an einem Bachlauf. Der Weg führt dann als kleiner Steig durch ein Waldstück direkt nach Musau. Pünktlich kurz vor Mittag erreichten wir den Bahnhof von Musau und konnten den Rückweg nach Straubing antreten. Dabei gönnten wir uns in Reute noch eine Café-Besuch und genossen Bahnfahrt vorbei an Lermoos, Ehrwald und Garmisch.

Text: Silke und Martin Feiertag, Bilder: Markus Breu

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