Wanderung auf den Lusen auch für bzw. mit Sehbehinderten

Am 6.10.2018 reiste eine Gruppe zusammen mit dem Tourführer Thomas Raith mit dem Zug von Straubing über Plattling nach Zwiesel. Danach mit dem Bus über Grafenau zum Nationalpark Lusen.

Nach kurzer Wanderung trafen wir auf ein Gehege mit einem Elch (der sich sogar kurz blicken lies) und ein Gehege mit einer Wildkatze. Dann ging es bei schönstem Wetter immer wieder rauf und runter durch den Wald und nach einiger Zeit machten wir ausgiebig Rast in Waldhäuser. Danach teilte sich die Gruppe nach kurzer Zeit. Die eine nahm die einfachere Tour zusammen mit den Sehbehinderten. Die schwierigere Tour mit sehr vielen höheren Stufen führte über die Martinsklause und dem Teufelsloch zur Gläsernen Arche.

Die Stufen waren oft ziemlich hoch, so dass man ungewöhnlich viel Kniemuskeln einsetzten musste. Die einfachere Tour führte über die Waldhausreibe zur Gläsernen Arche.

Nach einer kurzen Pause sind dann alle zusammen über die Himmelsleiter bis zum Gipfel gewandert.

Kurz nach der Gläsernen Arche gab es einen sehr aufregenden Blick auf das vom Borkenkäfer verwüstete Waldgebiet. Der Gipfel des Lusen war sehr beeindruckend, mit den tausenden Steinplatten in verschiedenen Grau- und Grünfärbungen. Wir hatten es genau zum Sonnenuntergang geschafft und hatten einen wundervollen Blick auf den Bayerischen Wald.

Kurz danach ging es in die Hütte auf dem Lusen, die sehr komfortabel war, auch das Essen war sehr gut. Mit einem "Wer-bin-ich-Spiel" ließen wir den Abend ausklingen und alle waren sehr geschafft von der Anstrengung und schliefen, glaube ich, schnell ein.

Am nächsten Tag hatten wir mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück, aber es fing erst richtig an zu regnen, also wir schon am Ausgangsort wieder angekommen waren. Auch bei der Bergabtour teilte sich die Gruppe. Eine nahm den etwas schwierigeren Weg über die Sagwasserklause. Die andere Gruppe zusammen mit den Sehbehinderten über den Waldhäuserriegel.

Insgesamt war es eine landschaftlich, gesellschaftlich und kulinarisch (Gemüse, Obst, Gulaschsuppe, Leberkäs, Gummibärchen, Kekse, verschiedenen Kuchen und Torten) facettenreiche Tour und ich war erstaunt darüber, wie lang und über welch schwieriges Gelände die Sehbinderten gehen konnten (Steinplatten auf dem Gipfel des Lusen).

Die vom Borkenkäfer zerstörte und schon deutlich wieder von neuem Leben durchwachsene Natur, zusammen mit den riesigen Steinplatten auf dem Gipfel, waren etwas Besonderes und ein in Deutschland sehr selten zu sehendes Highlight.

 

Text und Bilder: Host Schiffmann

 

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